Häufige Fragen zur Nebenkostenabrechnung

20 Antworten auf die Fragen, die uns am häufigsten erreichen — von der Vertragsfrage bis zur Kautionsabrechnung. Stand April 2026.

Zuletzt aktualisiert: 21. April 2026

Wer muss Nebenkosten zahlen – Mieter oder Vermieter?

Der Mieter, aber nur wenn es im Mietvertrag vereinbart ist. Zur Sicherheit sollte der Vertrag auf § 2 BetrKV verweisen oder die Kategorien einzeln aufführen.

Welche Kosten dürfen umgelegt werden?

Nur die in § 2 BetrKV genannten 17 Kostenarten (Grundsteuer, Wasser, Heizung, Versicherung, Hauswart etc.). Alles andere nur, wenn es konkret im Mietvertrag steht (§ 2 Nr. 17 BetrKV).

Was ist nicht umlagefähig?

Verwaltungskosten, Instandhaltung, Reparaturen, Rechts- und Steuerberatung, Leerstand, Kabel-TV seit 01.07.2024, Rauchmelder-Miete.

Bis wann muss der Vermieter abrechnen?

Innerhalb von 12 Monaten nach Ende des Abrechnungszeitraums (§ 556 Abs. 3 S. 2 BGB). Nach Fristablauf sind Nachforderungen ausgeschlossen.

Wie lange habe ich als Mieter Zeit, Einwendungen zu erheben?

12 Monate nach Zugang der Abrechnung (§ 556 Abs. 3 S. 5 BGB), vorausgesetzt die Abrechnung ist formell wirksam.

Was passiert bei formellen Fehlern?

Die Abrechnung ist unwirksam. Die 12-Monats-Einwendungsfrist startet nicht, die Nachzahlung ist nicht fällig.

Wie viel darf ich bei fehlender Verbrauchserfassung kürzen?

15 % des Heizkostenanteils (§ 12 Abs. 1 HeizkostenV). Bei fehlender fernablesbarer Technik zusätzlich 3 %.

Muss die CO₂-Abgabe separat ausgewiesen werden?

Ja. Der Vermieter trägt einen Anteil an den CO₂-Kosten (CO2KostAufG). Die Abrechnung muss Vermieter- und Mieteranteil getrennt ausweisen.

Wie funktioniert das 10-Stufen-Modell?

Abhängig vom CO₂-Ausstoß pro m²/Jahr wird der Mieteranteil von 100 % (unter 12 kg) bis auf 5 % (ab 52 kg) reduziert. Je schlechter der Energiestandard, desto höher der Vermieteranteil.

Gilt das Stufenmodell auch für Gewerbe?

Nein, Stand 2026 gilt für Nichtwohngebäude weiterhin die pauschale 50/50-Aufteilung.

Darf ich die Nachzahlung aufschieben, wenn Belege fehlen?

Ja, nach § 273 BGB haben Sie ein Zurückbehaltungsrecht bei verweigerter Belegeinsicht.

Wann ist die Nachzahlung fällig?

Typischerweise 30 Tage nach Zugang einer formell wirksamen Abrechnung, entsprechend vertraglicher Regelung.

Wie wird mein Guthaben ausgezahlt?

Unverzüglich. Eine pauschale Verrechnung mit künftigen Vorauszahlungen ist nur bei ausdrücklicher Vereinbarung zulässig.

Darf der Vermieter nach Auszug Kaution einbehalten?

Ja, in angemessener Höhe für noch offene Nebenkostenabrechnungen (typisch 3–6 Monate Prüffrist, BGH VIII ZR 184/23).

Welche Positionen kann ich als Mieter von der Steuer absetzen?

20 % der Arbeitskosten haushaltsnaher Dienstleistungen (max. 4.000 €) und Handwerkerleistungen (max. 1.200 €) nach § 35a EStG.

Muss ich die Abrechnung persönlich unterschreiben?

Nein — Unterschrift ist nicht erforderlich. Eine maschinell erstellte Abrechnung mit Absenderangabe ist wirksam.

Dürfen Nebenkosten mitten im Jahr angepasst werden?

Vorauszahlungen ja — nach einer Abrechnung (§ 560 BGB), der Mieter muss ausdrücklich informiert werden. Eine einseitige Erhöhung ohne Abrechnung ist unzulässig.

Was passiert, wenn ich ausziehe und die Abrechnung noch fehlt?

Sie haben Anspruch auf eine Abrechnung innerhalb der 12-Monats-Frist. Wird die Frist verpasst, sind Nachforderungen ausgeschlossen; Guthaben bleibt Ihnen erhalten.

Muss ich Kabel-TV noch zahlen?

Seit 01.07.2024 nicht mehr als Nebenkosten. Sie schließen einen eigenen Vertrag. Ausnahme: Glasfaser-Bereitstellungsentgelt bis 5 €/Monat.

Wie finde ich heraus, ob die Abrechnung fair ist?

Mit unserer Checkliste (Abrechnung prüfen) oder direkt per KI-Upload – Neko vergleicht Ihre Kosten mit dem Betriebskostenspiegel und markiert Auffälligkeiten.

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